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Autor Thema: Systemplatte sicher löschen (ohne CD-ROM/Netzwerk)  (Gelesen 2629 mal)
manni34
Gast
« am: 04. September 2008, 20:15:35 »

Hallo,

habe eine SGI Octane (Irix 6.5), die verkauft werden soll. Wie kann ich alle Daten auf der Systemplatte sicher löschen?
Habe leider kein Netzwerk und kein CD-ROM Laufwerk. Gibt es trotzdem eine Möglichkeit?

Danke

manni24
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« am: 04. September 2008, 20:15:35 »

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proxima
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« Antworten #1 am: 04. September 2008, 21:54:56 »

Ganz ehrliche Antwort? Verkaufe ohne Platte. Cheesy Wenn ich Rechner veräußere (was selten passiert), kommen die Platten immer vorher raus und in den Schredder.
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pehy
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« Antworten #2 am: 05. September 2008, 08:28:54 »

Ich mach' das immer mit dd (dd if=/dev/random of=[zu überschreibende Platte]). Ob das bei einer laufenden Maschine auf der Systemplatte wirklich bis zum Ende durchläuft, weiß ich aber nicht. Notfalls mußt Du die Platte in eine andere Octane stecken und dort überschreiben oder ausbauen und an irgendeinen SCSI-Hostadapter eines beliebigen Rechners hängen.

Grüße, Peter
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proxima
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« Antworten #3 am: 05. September 2008, 11:00:21 »

Naja, an ner Octane oder am PeeC mit dd würde wohl funktionieren, allerdings kann ich mit Sicherheit sagen, daß das kein sicheres Überschreiben der Platte ist. Da müßte man dd EINIGE Male drüberlaufen lassen, damit die Daten halbwegs sicher im Nirvana sind. Für die Zeit hätte ich sicherlich bessere Verwendung.
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spike
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« Antworten #4 am: 05. September 2008, 14:30:04 »

Unter http://www.dban.org findet man ein hervorragendes (kostenloses) Tool um eine Festplatte zu "wipen". Dazu muss die Festplatte leider in einem PC Roll Eyes

Grüße
Sven
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« Antworten #4 am: 05. September 2008, 14:30:04 »

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pehy
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« Antworten #5 am: 08. September 2008, 12:12:23 »

Naja, an ner Octane oder am PeeC mit dd würde wohl funktionieren, allerdings kann ich mit Sicherheit sagen, daß das kein sicheres Überschreiben der Platte ist. Da müßte man dd EINIGE Male drüberlaufen lassen, damit die Daten halbwegs sicher im Nirvana sind. Für die Zeit hätte ich sicherlich bessere Verwendung.
Naja, daß Du das sooo sicher wolltest, wußte ich nicht. Roll Eyes Mal im Ernst, kann man wirklich mit "Bordmitteln", also ohne die Platte zu zerlegen und am normalen SCSI-Hostadapter eine mit dd einmal überschriebene Platte auslesen? Ich könnte mir das maximal so vorstellen, daß man zusätzlich das Analogsignal der Köpfe abgreift und versucht, den Randbereich über eine Differenzbildung mit dem neu aufgezeichneten "Nutzsignal" irgendwie zu fassen zu bekommen. Aber das ist dann wirklich nicht mehr trivial, oder?

Grüße, eter
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proxima
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« Antworten #6 am: 08. September 2008, 17:57:13 »

Ja, kann man. Abhängig von der Hostadapterfirmware kann man die Platte in den Debug-Mode schalten und die Festplattenfirmware veranlassen, alle Spuren der Daten-Platter mit den hardcodierten Spuren des Systemplatters zu vergleichen und eine Differenzmessung der Restmagnetisierung auszugeben. Da bei dd aus dem Zero Device zwar Nullen geschrieben werden, jedoch die Schreibzeit kürzer und damit die Magnetisierung geringfügig anders ist als die des Systemplatters, kann man dies analysieren und ausnutzen, um Daten wiederherzustellen. Manche Platten schreiben bei dd in den Bereichen, wo schon "Null" steht auch gar nicht, sondern überschreiben nur die "1" mit dem Wert für "Null". Das ist halt auch firmwareabhängig. Ich weiß aus sicherer Quelle, daß solche Software bei Datenrettungsdiensten in Benutzung ist. Bei einem Feuer oder mechanischer Beschädigung ist allerdings Öffnen angesagt, wenn man denn unbedingt Daten retten will. Aber das war ja nicht das Thema.

Der Aufwand ist natürlich beträchtlich, aber das kommt auf die Daten drauf an.

Vielleicht bin ich auch einfach nur paranoid, wer weiss...  Cheesy
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Ebbi
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« Antworten #7 am: 08. September 2008, 19:12:19 »

Bei der Gelegenheit möchte ich mal wieder auf den Test der c't hinweisen, die ein paar Festplatten ganz normal formatiert haben und diese dann an die führenden Datenrettungsfirmen geschickt haben.

Ergebnis: keine Daten wiederherstellbar.

Fazit: Du bist paranoid. Cheesy
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proxima
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« Antworten #8 am: 09. September 2008, 12:12:53 »

Dann wird es wohl so sein  Wink
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pehy
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« Antworten #9 am: 09. September 2008, 14:52:11 »

Ja, kann man. Abhängig von der Hostadapterfirmware kann man die Platte in den Debug-Mode schalten und die Festplattenfirmware veranlassen, alle Spuren der Daten-Platter mit den hardcodierten Spuren des Systemplatters zu vergleichen und eine Differenzmessung der Restmagnetisierung auszugeben. Da bei dd aus dem Zero Device zwar Nullen geschrieben werden, jedoch die Schreibzeit kürzer und damit die Magnetisierung geringfügig anders ist als die des Systemplatters, kann man dies analysieren und ausnutzen, um Daten wiederherzustellen. Manche Platten schreiben bei dd in den Bereichen, wo schon "Null" steht auch gar nicht, sondern überschreiben nur die "1" mit dem Wert für "Null". Das ist halt auch firmwareabhängig. Ich weiß aus sicherer Quelle, daß solche Software bei Datenrettungsdiensten in Benutzung ist. Bei einem Feuer oder mechanischer Beschädigung ist allerdings Öffnen angesagt, wenn man denn unbedingt Daten retten will. Aber das war ja nicht das Thema.

Der Aufwand ist natürlich beträchtlich, aber das kommt auf die Daten drauf an.

Vielleicht bin ich auch einfach nur paranoid, wer weiss...  Cheesy
Aha, interessant - das hatte ich nicht gewußt. Aber ich wollte ja auch nicht /dev/zero sondern /dev/random als Quelle nehmen, was die Aufgabe weiter erschwert hätte. Smiley

Grüße, Peter
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