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Autor Thema: Dallas Watchdog ist ein harter Hund  (Gelesen 1274 mal)
inch
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Beiträge: 18



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« am: 04. Februar 2009, 15:22:59 »

Beim booten meiner Indigo2 erschien kurz die Meldung,die Uhrzeit könne nicht gelesen werden.
Im Login-Screen wurde es dann richtig lustig,weil mein Paßwort angeblich abgelaufen war und jede neue Eingabe sofort ungültig und abgelaufen war.
Die Uhrenbatterie war leer,die indigo2 zeitlos  Grin
Die letzten DS 1286 wurden so um 2001 produziert,würden also eventuell bis 2014 funktionieren und werden für 20 bis 30 Euro angeboten.
Der DS 1286 meiner Indigo2 hatte ein 95er Produktionsdatum.
Maxim bietet einen Ersatz-Chip an mit ähnlichen Spezifikationen an.
Beim Einbau eines neuen Watchdog-Chips ändert sich jedoch die MAC-Adresse und man muß diese wiederum neu einstellen,um Probleme mit Lizenzen zu vermeiden.
Also habe ich den Watchdog in den Schraubstock gespannt und vorsichtig mit einer kleinen Flex die Batterie freigelegt,die Kontakte mit einem kleinen Schraubenzieher freigehebelt.
Sie befindet sich rechts vom Dog-Face.
Der linke Kontakt ist plus.
Eine Wechselhalterung angelötet,neue 3 V Lithium-Batterie reingeschoben - und alles war wieder gut (MAC-Adresse dieselbe,Paßwörter waren wieder okay,etc) und noch besser,weil ich beim nächsten Mal nur die Batterie wechseln brauche.


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« am: 04. Februar 2009, 15:22:59 »

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Thomas W.
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This is where I start to have fun...


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« Antworten #1 am: 04. Februar 2009, 20:30:23 »

das ist doch mal was...

wie teuer wird es, wenn du in meine indigos neue batterien einlötest?

dürfte ja nicht mehr lange auf sich warten lassen...  Grin

es ist doch gut zu wissen, dass man die maschinen retten kann *daumen hoch*
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Christoph
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Beiträge: 873


It must be user error.


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« Antworten #2 am: 04. Februar 2009, 23:09:42 »

Ich kann mich erinnern, das in ganz alten Computermagazinen Lösungen mit Zwischensockel angeboten wurden. Ein kleiner Chipsockel der zwischen Watchdog und Platine gesteckt wurde und an dem an den richtigen Pins eine Batterie mit Kabel verbunden war. Die befestigte man dann irgendwo im Computerinneren.

Solche Sockel und die Belegung des Watchdog kann man sicher auftreiben und dann auf Halde produzieren.

Trotzdem wäre ein Bild des aufgeschnittenen Watchdog-Klotz hilfreich, damit man die Lage und die nötige Tiefe besser einschätzen kann. Ist das Ding innen eigentlich hohl oder vergossen?

Update:

Kurzes Gugelhupfen brachte mich zum Datenblatt des Übeltäters:
http://datasheets.maxim-ic.com/en/ds/DS1284-DS1286.pdf

Intern liegt die Batterie an den Signalen "Vbat" und "GND" an. (siehe S. 4, Abb. 1)
Diese sind laut Pinout nicht nach aussen geführt, beim DS1284, dem Pendant ohne
interne Batterie liegen diese Anschlüsse an Pin 25 und 14. (siehe S. 15)

Es kann sein, das dieser Zwischensockel aus meiner Erinnerung für den DS1284 gedacht war, der keine interne Batterie besitzt. Diese Uhrenchips waren damals in jedem PC und die heute üblichen Flachbatterien waren dort noch nicht gängig.
Wenn zufällig Pin 25 beim DS1286 mit der internen Batterie verbunden ist, was sich durch eine Spannungsprüfung herausfinden liesse, könnte man einfach dort eine externe Batterie anlöten oder einen Zwischensockel für einen 28er DIP-Chip benutzen.

Wenn da keine Spannung von der internen Batterie messbar ist, muss man den Chip öffnen.
Ansonsten bliebe nur der Austausch und Neuprogrammierung.
Dann kann man übrigens auch den DS1284 nehmen und dazu eine starke externe Batterie.

Die Lebensdauer einer neuen Batterie dürfte allerdings die einiger anderer Komponenten übertreffen. Ein Computer hält nicht ewig und einige Microcontroller auf Siliziumbasis haben rein physikalisch nur eine Lebenserwartung von 30 Jahren. So schätzt das unter anderem die NASA ein, die lange Zeit ganz alte Bauteile produktiv nutzte.
Aber auch einfache Elemente wie Kondensatoren halten gemittelt nur etwa 12-15 Jahre.
Zwar hat man in vielen Haushalten alte Radios oder andere Elektrogeräte die auch nach 30 Jahren noch funktionieren, aber das alte Radio war sicher nicht beim Erstbesitzer jahrelang rund um die Uhr im Einsatz. Eine Workstation aber in der Regel schon.

Es kommt der Tag, da ist ein alter Computer nicht mehr Einsatzfähig, weil seine Bauteile verrottet sind. Und die alten SGIs aus den 80er Jahren kommen gerade in dieser Zeit an.
« Letzte Änderung: 05. Februar 2009, 00:00:33 von Christoph » Gespeichert

Viele Grüße
Christoph
inch
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Beiträge: 18



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« Antworten #3 am: 05. Februar 2009, 16:08:21 »

Vielleicht sieht man es auf diesem Foto besser. Die Oberschale ist so etwa 2 mm dick. Da der 1286 bedruckt ist,wurde die Batterie nach seiner Fertigstellung hinzugefügt,kopfüber in ein Plastikgehäuse gesteckt und vergossen. Deshalb gehe ich davon aus,daß man die Batteriespannung auch an den äußeren Pins anlegen könnte,habe es aber nicht nachgeprüft,weil ich die alte Batterie raushaben wollte.
Außerdem würde man die alte Batterie parallel schalten...und eventuell die Lebensdauer der Neuen beeinträchtigen.
Zitat
Dann kann man übrigens auch den DS1284 nehmen und dazu eine starke externe Batterie.
Laut Datenblatt arbeitet der DS 1286 Huh im Unterschied zu anderen mit 5 V Versorgungsspannung,damit ist eventuell die Boardspannung gemeint,keine Ahnung. Hat mir anfangs einiges Grübeln verursacht,aber verbaut ist natürlich original auch eine 3 V Batterie.
Zitat
wie teuer wird es, wenn du in meine indigos neue batterien einlötest?
Das eine oder andere kleine R14k Ersatzteil ist immer willkommen Grin

Ich schalte meine Computer alle grundsätzlich mindestens 1-2 mal im Monat für eine Stunde oder so ein,verhindere damit Tiefentladungen,Oxydation (innere) etc. und hoffe,sie so möglichst lange funktionsfähig zu erhalten Cheesy
Gefährlich für elektronische Baugruppen ist eher deren permanenter Nichtgebrauch.
Die Lebensdauer von Silizium-Komponenten wird auch von deren Reinheit und Qualität bei der Herstellung bestimmt,also mal abwarten. Huh

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