Als Trost könnte man anführen, daß Nvidia ein Abkömmling dder 3D-Sparte von sgi ist.

Tröstend wäre für mich, wenn Nvidia von Via die Finger liesse (der C7 in welcher Inkarnation auch immer is kaum besser als ein mips) und stattdessen SGI sich einverleiben würde. Dummerweise muß es ja immer x86 sein :-(
Ich glaube, für Endanwender-Hardware für Mips-Unix ist der Zug abgefahren.
Workstations gibt es nicht mehr.
Irix dürfte weiter in Teilen in Linux aufgehen.
Bei den Blade-Servern wäre Potenzial vorhanden, aber nicht mehr mit MIPS.
Allerdings ist man in dem Markt nur eine kleine Nummer.
Das sehe ich anders. Die dicken Eisen sind eher auf dem Rückweg, weil die laufenden Kosten am Ausufern sind (z.B. Klimatisierung,Kühlung, etc.) Der Platzbedarf pro GFlop schrumpft zwar ständig, dafür explodieren die Energiekosten, d.h. die Energiekrise gewinnt zunehmend an ökonomischer Bedeutung. Und genau hier könnte SGI bzw. Mips mit effizienten, energiesparenden Prozessoren bzw. Systemen ansetzen. Die modernen Fertigungstechniken würden zwar eine Erhöhung der Taktfrequenzen kaum erlauben, weil Mips dafür nicht ausgelegt ist, aber der Energieverbrauch könnte massiv gesenkt werden. Und wenn eine CPU nicht reicht, dann eben halt Multicore. Die wären immer noch stromsparender als die 65W Heizplatten von AMD oder Intel und auch nicht soviel langsamer (bei durchoptimiertem Code behaupte ich sogar, mips ist schneller). Stattdessen wird x86 der Server- und Heimanwendermarkt überlassen und selber zieht man sich in den embedded-Bereich zurück. Da ist aber ARM der Platzhirsch. Via hat es mit den ITX-Geschichten vorgemacht, daß so ein Konzept des Minirechners durchaus verkaufsfähig ist. Die Linux bzw. BSD-Fraktion würde wahrscheinlich SGI solche kleinen mips-Boards mit gescheiten Schnittstellen dran wahrlich aus der Hand reißen. Ich jedenfalls wäre einer der Ersten.
<ironie>Aber auf solchen Kisten kann man dann ja kein Windows installieren für das 3D-Spielchen in der Mittagspause</ironie>
Und genau das ist ja das Problem mit dem microsoftschen Monopol. Deswegen gibts kaum Alternativen.
Und zum Thema Irix goes Linux: Die Featuritis, die auch in der Linux-Entwicklung z.Zt. massiv um sich greift, geht mir gewaltig auf den Wecker. Vorallem dieser wahnhafte Zwang, Windows in Sachen Bedienung und Komfort ebenbürtig sein zu wollen bzw. dies zu übertreffen. Ein Unix funktioniert nach dem KISS-Prinzip. Linux ist da inzwischen meilenweit entfernt davon. Code-Donations von Irix nach Linux würden daher eher untergehen,als nützlich zu sein. Da wäre mir eine vollständige Offenlegung von Irix viel lieber. Dann könnte man sich ja mal an die Optimierung und Bugfixes machen. Besonderes Schmankerl wäre natürlich der Mips-Pro
So, ich beruhig mich ja schon wieder, keine Angst...

grüße Rico