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Autor Thema: Starte das Selbstexperiment DSL-Neuanschluss  (Gelesen 1109 mal)
Christoph
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« am: 29. Januar 2008, 19:14:06 »

Sodala.
Ich hab die Tage einen Auftrag für einen DSL-Anschluss bei Alice (HanseNet) erteilt.

Vorgeschichte:
Ich bezog eine Wohnung in Koblenz, urbane Lage. Der Vormieter hatte noch einen aktiven Arcor ISDN-/DSL-Anschluss und ich hab mit Ihm zusammen ein Vertragsübernahmeformular ausgefüllt. Sinn war, das ich seit Einzug ununterbrochen Telefon und Internet hab.
Das war Mitte November. Anfang Dezember zog ich ein.
Das Vertragsfomular ging per Fax zu Arcor.

Dezember:
Ich wartete auf ein Schreiben von Arcor. Zwei Wochen. Nix.
Dann rief ich vor Weihnachen mal da an und das Mädel im Callcenter war offenbar auf meiner Wellenlänge. Es wurde viel Gelacht.
Die Schlechte Nachricht war, das man ein Vertragsübernahmeformular nicht finden konnte.
Ich fragte mal nach, ob ich denn mal die Verbindungsdaten für den DSL-Anschluss bekommen könnte. Mit den Kundendaten meines Vormieters als Legitimation bekam ich dann per Telefon Zugangskennung und Passwort.
Eine Vertragsübernahme könnte manchmal dauern, hiess es noch. Das kann bis Januar brauchen.
Dann Weihnachtete es.

Anfang Januar:
Meinem Vormieter überwies ich die Kosten für den Arcor-Anschluss. Er wunderte sich, das Arcor noch bei ihm abbuchte. Ich sagte, ich würde da mal nachhaken.
In Koblenz gibt es mehrere Ladenlokale mit grossen Arcor-Leuchtanzeigen über der Tür.
Das sind nicht etwa offizielle Niederlassungen sondern schlicht Reseller die von der Provision leben. Bei einem in der Nähe war ich mal und der wollte mir lieber einen Neuvertrag anbieten. Der Alte vom Vormieter sei teurer und so könnte ich sparen.
Ich ergänzte, das der Vormieter sogar einen ISDN Komfortanschluss mit 3 Rufnummern laufen hatte, was extra kostet. (Ich bewohne eine 1-Zimmer-Whg.) Das sind 38 Euro monatlich.
Ich überlegte mir den Neuvertrag.

Mitte Januar:
Noch nix von Arcor gehört. Da klingelt es an der Tür und ein türkischstämmiger Vieltelefonierer steht vor der Tür. Er würde für Arcor als Vermittler Verträge anbieten und fragt mich, ob ich denn Interesse hätte. Der Mann war mir sympathisch und ich hatte ja Bedarf. Ich erklärte die Situation und beauftragte noch an der Haustür den Anschluss. Keine 10 Minuten später klingelt das Telefon und Arcor fragt nach, ob der Vertragsabschluss denn wirklich mein Wunsch sei.
Da hätte ich dann also einen DSL2000-Anschluss nebst Telefon- und Internet-Flatrate für 30 Euro monatlich.

Ende Januar:
Noch im Glauben das alles reibungslos verläuft, kommt ein Brief von Arcor.
Man würde die Vertragsübernahme ablehnen, da keine eindeutige Bonitätsprüfung möglich war. Ich solle bei der Schufa überprüfen, ob meine vorherige Wohnanschrift korrekt sei.
(Ich war in der Karibik arbeiten und gut 14 Monate nicht in Deutschland gemeldet.)
Das betraf tatsächlich das Fax von November. Naja, war mir egal. Wollte ich eh nicht mehr haben.
Dann Brief Zwei von Arcor, zwei Tage später. Man könne meine Identität nicht verifizieren, blablabla, abgeleht, bei Schufa erkundigen.
Da hatte der fleissige Vieltelefonierer meinen Namen falsch von der Klingel abgeschrieben und mein Nachname begann auf dem zweiten Brief plötzlich mit "P".
Einerseits kein Wunder. Andererseits war der Verweis auf die Schufa zur Abhilfe etwas frustrierend. Erstens war ich mittlerweile wieder in Deutschland gemeldet. Zweitens eröffnete ich im November ein neues Bankkonto und schon deswegen sollte man mich einordnen können.

Vor zwei Tagen:

Ich hakte Arcor ab, auch wenn der zweite Anlauf ja nur ein Tippfehler war. Die Sache sollte ja mal in Dach und Fach.
Onlinevergleich der Anbieter gemacht. Ich schaute mal bei Versatel vorbei. Da schlug aber der Verfügbarkeitsanzeiger aus und meinte, ich könne kein Versatel kriegen. Naja, Pech.

Dann fand ich Alice, das Model mit dem roten Polyesterschal aus dem Fernsehen. Verfügbar war es, die Preise waren günstig und es bot sich mir sogar an, noch mehr zu sparen.
Ich entschied mich zu einem reinen DSL-Anschluss.
Den Telefonanschluss würde Alice für 2 Euro Aufpreis anbieten, das dann allerdings per NGN (Next Generation Network, also VoIP).
Ich bin kein Vieltelefonierer und VoIP kann ich mit meiner vorhandenen Hardware und anderen Anbietern auch nachträglich ermöglichen.
Also DSL ohne Extras. 14,95 bzw. mit Flatrate-Option für 24,95 monatlich.
Wohlgemerkt samt Anschluss.
Für die sogenannte Alice-Box (eine Art Splitter-Modem-Kombination) sollte es noch 9,95 Versand kosten und das war alles.
Anschlussgebühr entfällt (2004 hab ich der Telekom noch 160 Euro für Telefon und DSL zahlen müssen) und die Vertragslaufzeit beträgt 4 Wochen. Bei Arcor waren es noch 24 Monate.

Gestern:
Gestern kam eine SMS, das der Auftrag bearbeitet würde.

Gegenwart:
Heute kamen zwei eMails.
Eine fragte nach den Anschlussdaten meines Vormieters (die ich allerdings beim Auftrag mit angegeben hatte) und die zwei eMail gab mir die Auftragsbestätigung, das es Ende Februar werden würde und nannte mir die Zugangskennung für den Kundenbereich von Alice.

Da stand dann als Bearbeitungsstatus, das die Telekom den Anschluss am 7. Februar schalten würde.

Jetzt bin ich mal gespannt.
Zur Zeit besteht ja noch ein mittlerweile gekündigter Arcor-Anschluss. Damit wird der Telekom-Techniker allerdings wohl weniger Probleme haben als damals der Arcor-Techniker der diesen einrichtete.
Laut meinem Vormieter musste er damals 3 Monate warten, bis Arcor es schaffte DSL einzurichten.

Ach ja, Alice verkauft den DSL-Anschluss für bis zu 16.000 kbit. Die Leitung schafft laut AVM-Box hier nur knapp 5000 Down, aber 1000 im Upstream. Entweder macht die Telekom es besser, wovon ich in einer Großstadt und 800m entfernt von einer T-Com Hauptniederlassung, ausgehe. Oder ich hab zumindest einen erheblich besseren Upstream bei insgesamt niedrigeren Kosten.

Oder es klappt was nicht.
Ich bin ja so gespannt.  Cheesy
« Letzte Änderung: 23. Februar 2008, 17:51:09 von Christoph » Gespeichert

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« am: 29. Januar 2008, 19:14:06 »

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« Antworten #1 am: 31. Januar 2008, 08:38:01 »

Meine Erfahrung mit Alice:

- angerufen, wg. kleiner Frage (Bandbreite)
- kompetente Antwort bekommen (12MBit gehen)
- Auftrag telefonisch gegeben (wg. der schnellen Antwort)
- 2 SMS und eine Mail mit Schaltdatum bekommen
- Techniker angerückt, Krempel angeschlossen - GEHT
- etwas bedrückt weil nur 6MBit => Hotline angerufen: 12M versprochen bekommen
- Abends heimgekommen, 12MBit lagen an *Jippie*

Kurz:
VÖLLIG problemlos, der einzige kleine Zwicker war mit einem Anruf erledigt. Seit dem: Keinerlei Ausfälle!

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Christoph
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« Antworten #2 am: 22. Februar 2008, 17:22:46 »

So, nachdem in der Online Statusabfrage nach wie vor der 07.02.08 als Schalttermin steht, hab ich mal bei Alice angerufen.
Die Dame war sehr nett und hatte offenbar Erfahrung mit der Frage.

Da ich wie man sieht immer noch Online bin, ist immernoch der Arcor-Anschluss aktiv.
Mittlerweile übrigens gratis, denn ich bin nicht der Anschlusseigner und dieser hat wirksam gekündigt.
Arcor hat mich schon 2x angerufen und gefragt, ob ich den Anschluss behalten will.
Ich hab verneint und darum gebeten, bitte einfach abzuklemmen.

Nunja, ich bin also immernoch mit DSL versorgt und die Telekom (von Alice beauftragt) steht quasi in den Startlöchern und wartet auf die Freigabe durch Arcor.
Mich kostet das nichts, denn ich bin nicht Vertragsnehmer von Arcor. So gesehen laufen die da auf eine Wand bei mir auf.

Weil ich Langeweile hatte, bin ich mal dem Antennenkabel das aus meiner Wohnzimmerwand zur Aussenfassade führt, gefolgt.
Eine dort angeschlossene TV-Karte im PC hatte nämlich quasi gar kein Signal empfangen können. Wenn ich einen meiner Finger auf die Anschlussbuchse der Karte legte, verbesserte sich der Empfang plötzlich, da ich offenbar die bessere Antenne darstellte.

Am Haus entlang ging das Kabel dann in den Keller.
Dort fand ich ein loses Kabel neben einer kleinen Box von Kathrein baumeln. Ein anderes Kabel war daran angeschlossen. Ein testweises umstöpseln dieser beiden Kabel brachte mir plötzlich Kabelfernsehen.

Da ich kürzlich für einen Nachbarn ein Paket von Kabel Deutschland in Empfang nahm, hab ich diesen Nachbarn mal angesprochen.
Als das Haus letztes Jahr renoviert wurde, lief ein Techniker von KD auf und fragte nach Willigen für einen Kabelanschluss.
Niemand wollte einen.
Als dann kürzlich ein Neumieter einzog und den Kabelanschluss doch wollte, hat ein Techniker den Hausübergabepunkt angeschlossen und dabei den Verteiler der Dachantenne entfernt und offenbar das Kabel zu meiner Wohnung mit einem neuen Anschluss versehen.
Weil niemand Kabel wollte, lag dann aber mein Kabel in der Luft.
Terrestrisches kriegt man mit dem geschirmten Kabel zum Keller nicht rein, stellte ich fest.

Aber ein soeben fix besorgter Y-Splitter für 7,99 versorgt nun auch mein Kabel mit Kabel.
2 zum Preis von einem.
Ich schau zwar praktisch gar kein Fernsehen mehr, aber das tote Kabel in der Wand hat mich doch gestört.  Smiley

Wenn jetzt noch Arcor aufgibt und ich eigenes DSL bekäme, wär ich noch besser drauf.
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Christoph
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« Antworten #3 am: 19. März 2008, 18:35:28 »

Und Arcor hat aufgegeben.
Drei Monate gratis Telefon und DSL und nun wird man den Anschluss zum 31.03.08 abschalten.

Gestern kam eine SMS von Alice das ein Techniker der Telekom am 31.03.08 vorbei kommt und den Neuanschluss schaltet.

Also theoretisch nur Stunden für den Ausfall.

Wie der weise Zen-Meister schon sagte: "Man wird sehen."  Smiley

Ich bin ausserdem gespannt, wieviel Bandbreite ich dann kriege.
Derzeit 2300 kbit bei möglichen 5500 kbit (DSL 2000 gegenüber Leitungskapazität)
Alice schaltet eine variable Aushandlung, also soweit sich die Leitung nicht physisch ändert. krieg ich um die 5000 kbit.
Da dies aber ein Arcor-Vollanschluss ist und die Telekom neu schaltet, wird sich vielleicht was ändern.
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« Antworten #4 am: 31. März 2008, 08:02:06 »

So, gerade war der Techniker der Telekom da.
Er hat im Keller das ankommende Adernpaar meines Telefonanschlusses abgeklemmt und ein anderes mit meinem Anschluss verbunden.
Auf dem alten Anschluss liegt immer noch Arcor DSL 2000.  Wink

Auf dem Neuen läuft nun der Alice DSL Anschluss mit derzeit 6000/600 Kilobit Down-/Upload.

Die ADSL2+ Leitung hat nun eine geringere Dämpfung und erlaubt laut Endgerätangabe hier bis 14000/800.
Der bis vor 20 Minuten gelegte ADSL Anschluss bot 5500/1100 theoretische Bandbreite.

Ausfallzeit durch den Wechsel waren knapp 20 Minuten. In dieser Zeit wurde im Keller das Drahtpaar gewechselt und ich hab die neuen Zugangsdaten eingerichtet.

Also viel schneller gehts nicht.  Grin

Apopos schneller ...
Die Telekom hat offenbar einen DSL6000-Anschluss eingerichtet. Alice bietet die Bandbreite mit variabler Aushandlung an. Ein Anruf dort kann also die zur Verfügung gestellte Bandbreite noch um Einiges nach oben schrauben.
Da ich aber mit der Leistung schon vorher vollauf bedient und zufrieden war, spare ich mir die Nachverhandlung.

Mehr der Form halber als der Notwendigkeit, werde ich aber noch verschiedene Endgeräte am Anschluss testen, um die Auswirkung auf die Leitungsdämpfung herauszufinden.

Neuanschluss erfolgreich.
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« Antworten #4 am: 31. März 2008, 08:02:06 »

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« Antworten #5 am: 01. April 2008, 14:26:27 »

Du mußt da nichts handeln - sag denen einfach, sie sollen auf dynamisch umstellen, ist schließlich im Preis enthalten!
Dann liegt je nach Verhandlungsgeschick Deines Modems gut das Doppelte an!  Grin
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